Sommerekzem- Welche Rolle spielen Mineralstoffe und die Fütterung?(Teil 2 )

Neben einem guten Insektenmanagement und einer passenden Hautpflege lohnt sich auch ein Blick in den Futtertrog. Denn eine gesunde Haut und ein leistungsfähiges Immunsystem benötigen eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Mineralstoffen und Aminosäuren.

Natürlich gilt: Kein Mineralfutter der Welt kann ein Sommerekzem heilen. Ist die Allergie einmal vorhanden, bleibt sie bestehen. Dennoch berichten viele Pferdebesitzer, dass sich Haut und Fell verbessern und die Pferde insgesamt widerstandsfähiger wirken, wenn sie optimal mit Nährstoffen versorgt sind.

Zink – ein wichtiger Baustein für Haut und Immunsystem

Zink gehört zu den wichtigsten Spurenelementen für Pferde. Es ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und spielt eine entscheidende Rolle für:

  • eine normale Funktion des Immunsystems,
  • die Regeneration der Haut,
  • die Wundheilung,
  • den Erhalt eines gesunden Fells.

Gerade Pferde mit empfindlicher Haut oder wiederkehrenden Hautproblemen können von einer bedarfsgerechten Zinkversorgung profitieren. Ein Mangel kann sich unter anderem durch ein stumpfes Fell, eine verzögerte Wundheilung oder eine erhöhte Anfälligkeit der Haut bemerkbar machen.

Lysin – mehr als nur eine Aminosäure

Lysin ist eine essentielle Aminosäure. Das bedeutet, dass der Körper sie nicht selbst herstellen kann und sie über das Futter aufgenommen werden muss.

Lysin wird unter anderem für den Aufbau von Körpergewebe, die Regeneration der Muskulatur und die Bildung verschiedener Eiweißstrukturen benötigt. Da auch Haut und Haare überwiegend aus Eiweißen bestehen, ist eine ausreichende Versorgung wichtig für eine gesunde Haut und ein kräftiges Fell.

Vor allem bei Pferden, die hochwertiges Eiweiß nicht in ausreichender Menge aufnehmen, kann eine bedarfsgerechte Versorgung mit Lysin sinnvoll sein.

Auch weitere Nährstoffe spielen eine Rolle

Neben Zink und Lysin sind auch andere Nährstoffe wichtig für eine gesunde Haut und ein starkes Immunsystem. Dazu gehören beispielsweise:

  • Kupfer
  • Selen
  • Biotin
  • Vitamin E
  • hochwertige Omega-3-Fettsäuren

Sie unterstützen unter anderem den Zellschutz, die Hautregeneration und verschiedene Prozesse des Immunsystems.

Entscheidend ist jedoch nicht die möglichst hohe Dosierung einzelner Stoffe, sondern eine ausgewogene und bedarfsgerechte Versorgung. Sowohl Unter- als auch Überversorgungen können sich langfristig negativ auf die Gesundheit auswirken.

Die Fütterung ist nur ein Baustein

Auch wenn eine ausgewogene Mineralstoffversorgung einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Gesundheit leisten kann, ersetzt sie keine gezielten Maßnahmen gegen das Sommerekzem.

Die besten Ergebnisse werden meist durch die Kombination verschiedener Maßnahmen erzielt:

  • möglichst wenig Kontakt mit Kriebelmücken und anderen stechenden Insekten,
  • konsequenter Insektenschutz,
  • regelmäßige Hautpflege,
  • eine ausgewogene, bedarfsgerechte Fütterung,
  • und bei starken Beschwerden die Betreuung durch den Tierarzt.

So wird der Organismus bestmöglich unterstützt und viele Pferde kommen deutlich angenehmer durch die Insektensaison.

Hinweis: KI Info

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